Ist es nicht eher von Nachteil, auch unangenehme Erinnerungen kurz vor dem Einschlafen wachzurufen?

von Petra Katharina

Für ein normales Gespräch mag das zutreffen, aber es ist die besondere Gabe der Meditation oder Fantasiereise, dass negative Erfahrungen angenommen und verarbeitet werden können. Der Abstand, mit dem sie betrachtet werden, macht es möglich zu sagen: Ja, so war das. So habe ich das erlebt, jetzt ist es vorbei und ich kann es loslassen. Die Identifikation mit den unangenehmen Gefühlen der Wut z. B. oder der Angst wird durch das Einnehmen der beobachtenden Position aufgelöst. Die Bereitschaft sie anzuschauen bedeutet Annahme. Wer sie wegdrückt, wird auf die ein oder andere Weise immer wieder mit ihnen konfrontiert. Das Kind verabschiedet sich bewusst von ihnen. Und die anschließende Erfahrung von Liebe, Leichtigkeit, Mut oder was gerade Thema der Fantasiereise ist, hat Raum, um sich zu entfalten.

Please follow and like us:
0